Leysin 2010

29 Juli 2010

Mittwoch, 21. Juli 2010

Am Mittwochmorgen war die kleine Zwischenprüfung, die sogar Tani’s Hund lösen könnte. Sagt er jedenfalls. Wie dem auch sei, der Test war wirklich nicht schwer und ich freute mich schon auf den Nachmittag:

Wie im vorherigen Blog erwähnt, es ging in den Aquapark und wie beim letzen Besuch kaufte ich ein Armband, mit dem man auf die Looping-Rutsche konnte. Gleich als erstes ging ich mit Steve und Flavio auf die “Booster-Loop”. Ein grandioser Moment, in dem der Boden unter den Füssen weggezogen wird.

Im Eingangsbereich des Aquaparks befand sich ein Waffelstand, an den sich bem Herauskommen bereits viele Leute drängelten. Ich reihte mich ebenfalls in die Schlange für eine Waffel ein. Ich wählte die Waffel mit Nutella.

Gleich im Anschluss folgte der Grillabend, wie jeden Mittwoch. Fleisch, Kartoffelsalat und Ketchup füllten meinen Teller. Im angehängten Video wird man einige Fotos vom Grillabend am “Piscine Bleue” sehen.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Am Donnerstag schauten wir im Kurs den Film “Trois Frères”. Er handelte davon, dass 3 Brüder, die sich vorher nicht gekannt haben, von ihrer Mutter je 1 Million erben. Alle 3 freuen sich darauf und kaufen wie wild Sachen auf Kredit. Als sich dann jedoch herausstellt, dass das Erbe zu spät angetreten worden ist, befinden sie sich in einer etwas misslichen Situation. Ein lustiger Film.

Da es am Nachmittag zum ersten Mal seit 2 Wochen regnete, konnte man entscheiden ob man ins Schwimmbad oder ins Kino geht. Ich entschied mich, ins Schwimmbad zu gehen. Es war ein anderer Bademeister dort, der das Hineinspringen, sofern es nicht spritze, sogar erlaubte. Weiter hatte es dort auch eine kleine Dampfsauna, die gut gegen meinen Schnupfen half.

Am Abend hätte ich mich für die morgige Prüfung vorbereiten sollen, aber da wieder Disco angesagt war, verschob ich es.

Freitag, 23. Juli 2010

Der lezte Schultag in Leysin begann mit dem zu Ende schauen von “Trois Frères”. Er hörte damit auf, dass alle 3 nun im Gefängis landeten. Die Abschlussprüfung beinhaltete seltsamerweise auch eine Aufgabe, in der man Verben im Présent konjugieren musste. Eine Aufgabe für die Hunde von Tani. Was ich noch ganz vergessen habe zu erwähnen, ist das Ergebnis des dieswöchigen Intensivkurses, eine Fotostory.

Am Mittag ging ich zur Verantwortlichen für die Aktivitäten und fragte, ob es möglich sei, die Aktivität für den Nachmittag auf DirtyScoot zu ändern. Ich hatte nämlich keine grosse Lust, wandern zu gehen. Glücklicherweise konnte ich wechseln, doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Wegen dem aufziehenden Gewitter wurde die Seilbahn geschlossen, sodass wir nicht den Berg hinunterfahren konnten. Klitschnass, es hate begonnen zu regnen, fuhren wir durch Leysin in den Wald. Nach der Abfahrt wusste ich, warum es DirtyScoot hiess; man wurde richtig crado.

Am Abend durfte man zwischen 3 Programmen wählen; entweder man ging ins Kino Twilight schauen, in die Gentlemen Bar einen anderen Film schauen oder man hatte einen freien Abend. Ich wählte letzteres und packte meine Koffer für die Morgige Abreise. Jedoch packte ich sie nicht wirklich und ging bald wieder aus meinem Zimmer zu einem anderen. Netterweise schickten uns die Lehrer nicht so früh ins Bett, da es für einige, wie auch mich, die letzte Nacht war.

Samstag, 24. Juli 2010

Der letzte Tag in Leysin. Er begann damit, dass ich früh aufstand und meinen Koffer fertig packte und ausgiebig frühstücken ging. Um 9.30 Uhr kamen auch schon die Eltern von Corina, die mich heimfuhren. Leider musste ich sie etwas warten lassen, da es beim Büro des Direktors sehr viele Leute hatte, die das gleiche wollten wie ich: das Zertifikat, das den Aufenthalt bestätigt. Auf der Fahrt nach Hause wurden Erlebnisse und Eindrücke erzählt und ausgetauscht. Müde zu Hause angekommen stellte ich den Koffer in den Flur und ging 10min später wieder, um den Zug nach Luzern nicht zu verpassen. Dort wartete meine Schwester mit einem tollen neuen Haarschnitt um mit mir Hosen kaufen zu gehen.

Ein Video über Leysin 2010:

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  • Karin 4 August 2010

    suuuper Video!! hesch also würkli toll gmacht!

Zwischenfazit

21 Juli 2010

Ein Überblick über die vergangenen Tage:

Donnerstag, 15. Juli 2010

Der morgige Unterricht bestand aus dem Repetieren von Relativpronomen und einigen lustigen Versprechern von Tani beim Übersetzen von französischen Wörtern auf Deutsch und Italienisch. Danach traf ich mich mit meiner Gruppe um 14.15 Uhr zum Klettern. Geplant war, an einer etwa 20m hohen und 5m breiten Wand zu klettern, natürlich angeseilt. Dieser Plan ging leider baden, da der Kletterlehrer leider nicht erschien. Wir jedoch gingen nicht baden, sondern Volleyball und PingPong spielen.

Freitag, 16. Juli 2010

Wieder eine grosse Prüfung, die zweite seit ich hier bin. Erstaunlicherweise war sie entgegen den Ankündigungen von Tani nicht sehr anspruchsvoll. Auch bei der anschliessenden gemeinsamen Korrektur hatte ich ein gutes Gefühl. Für den Nachmittag habe ich mich wieder für “DirtyScoot” angemeldet, jedoch wurde ich dieser Gruppe leider nicht zugeteilt, sondern der Mountainbikegruppe. Es gab 2 Routen, “facile” und “difficile”. Beide Routen führten zunächst den Berg hinauf, die einfache Route bog danach richtung Tal ab, während die schwierige weiter den Berg hinauf ging. Nur wusste ich das noch nicht. Da ich es am Anfang recht locker anging und mich nicht im vorderen Teil der Gruppe aufhielt, bekam ich nicht mit, dass sich die beiden Gruppen trennten. So fuhr ich nun mit der “facile” Gruppe anstatt über Stock und Stein über horizontalen Asphalt. Nächstes Mal werde ich besser darauf Acht geben.

Am Abend war wieder Disco angesagt. Letzte Woche war die Disco über einer Bäckerei in einem kleiner Aula, doch nun war sie in einer Art Kirche, es war ein grosser Raum mit einem Kreuz an der Wand. Trotzdem hatte ich viel Spass und DJ Antoine legte super Musik auf.  Natürlich war es nicht DER DJ Antoine, sonder nur mein ehemaliger Lehrer Antoine, der der DJ war.

Samstag, 17. Juli 2010

Am Samstag stand ich wieder einmal zu früh auf. Ich lief etwas im Hotel herum und wurde schief angeguckt und gefragt, was ich denn “so früh” schon hier mache. Ich ging zurück in mein Zimmer, schaltete den Laptop ein und spielte bis zum Frühstück Age of Empires II. Leider machte das Spiel einen so grossen Spass, dass ich zu spät beim Frühstück erschien und dabei sogar noch das Nutellaglas in meinem Zimmer vergessen habe. Viele meiner Kollegen gingen dieses Wochenende wieder nach Hause. Den ganzen Morgen stand ich vor dem Hotel und verabschiedete Leute. Was ich vergass zu sagen ist, dass alle Ausflüge von ESL sehr gut organisiert sind, es steht immer ein Car bereit, der einem direkt ans Ziel chauffiert. Kein Warten auf den Zug, kein Umsteigen. Schlafend in Montreux angekommen wollte ich mir gleich eine Crêpe kaufen, doch verschob ich das aus irgendwelchen Gründen auf später. Vom Jazz Festival waren viele Stände und Essensbuden aus allen Ländern zu sehen. Es war nur eine sehr kleine Bühne da, doch es wurde mir gesagt, dass man für die richtig grossen Bühnen Eintritt zahlen muss und das nur die Gratisbühne sei. Zufrieden ging ich den McDonalds und probierte ein “Framboise frappé”. Ich hatte nicht viel davon erwartet und es war auch nicht das beste, was ich je gegessen habe. Mein Favorit bei McDonalds ist und bleibt M&M’s McFlurry. Nach obligatorischen Besuchen in H&M und co. ging es auch schon wieder nach Hause, wo gerade das Abendessen wartete.

Sonntag, 18. Juli 2010

Der Sonntag bestand wie der letzte aus einem Museumsbesuch, diesesmal in Martigny. Es war ein Kunstmuseum, doch ehrlich gesagt habe ich schon faszinierendere Kunst als dort gesehen. Besser war der anschliessende Badibesuch. Es hatte einen 10m Sprungturm, den ich gleich nach dem Umziehen ausprobierte. Flavio probierte mir danach den “Totenbein” Sprung beizubringen. Jedoch bin ich im Turmspringen nicht sehr begabt und es folgten einige “Blättler” und ich kann ihn jetzt noch nicht gut. Auf der Wiese unterhielten wir uns mit einem speziellen Fussballspiel. Jemand war der Goalie von einem Badetuch und die Anderen mussten probieren, ein Tor zu schiessen, indem sie mit dem Ball das Tuch berührten. Nach dem Badibesuch waren meine Arme etwas rot von der Sonne und ich beschloss, das nächste Mal Sonnencreme zu benutzen. Am Abend mussten wir wieder wie in der letzten Woche einen Turm bauen. Im Gegensatz zum letztwöchigen Turm war unser Turm diesesmal nicht der höchste, instabil und absolut grässlich anzuschauen. Verziert mit Ballonen hängend und an der Wand klebend fristete er sein Dasein bis zur finalen Zerstörung durch die Gruppe.

Zwischenfazit

Nun bin ich schon 2 Wochen in Leysin. Ich muss sagen, es gefällt mir hier sehr gut. Das Essen ist (grösstenteils) gut bis sehr gut, die Lehrer sind jung und lustig, die Zimmer könnten etwas grösser sein und die freie Zeit etwas länger. Das Wetter war in den letzten 2 Wochen fast ohne Ausnahme schön und heiss, weshalb ich auch einen leichten Sonnenbrand an den Armen habe.  Aber im Gegensatz zum Tag sind die Nächte extrem kalt. Leysin liegt auf ca. 1′200 m.ü.M. Ich empfehle deshalb, das Fenster in der Nacht nicht ganz zu öffnen, da man sonst schlotternd aufwachen wird. Dies habe ich einmal gemacht, weswegen ich nun einen kleinen Schnupfen habe. In jedem Zimmer ist ein TV stationiert, der bei uns jedoch nicht oft in Gebrauch ist, weil man nur ZDF, einige italienische und französische Sender und SF2 ohne Ton empfangen kann. Dies stört mich jedoch nicht, da ich auch zuhause nicht viel fern sehe. Einen 2 minütigen Fussmarsch entfernt liegt der Coop, in dem ich mich mit Schokolade und Fanta eindecke.

Montag, 19. Juli 2010


Der erste Tag der dritten Woche begann mit einem ausgiebigen Frühstück und der Erkenntnis, dass Tani immer noch mein Lehrer sein wird. Mein “Klassenzimmer” befindet sich direkt neben dem Essenssaal und ist mit A4-breiten Pulten ausgestattet. Wobei sie eher als Tischchen zu bezeichnen sind. Dafür sitzt man auf bequemen Stühlen. Ich bin immernoch mit denselben Leuten in der Klasse wie letzte Woche, natürlich ausser denen, die dieses Wochenende gegangen sind. Mit Oliver und anderen schweizer Kollegen ging ich am Nachmittag in die Badi von Leysin. Das Schwimmbecken war sehr langweilig, war doch das Hineinspringen verboten. Also lagen wir auf der Wiese und begannen uns mit der Zeit zu langweilen. Jemand hatte die sinnlose Idee, die Weise seitwärts hinabzurollen. Sinnlose Ideen machen Spass! In Gruppen zu 15 Leuten spielten wir am Montagabend, wie passend, Montagsmaler. Dort zeigte sich, wer gut zeichnen kann und wer eher nicht. Ich gehöre leider zu denen, die es eher nicht können.

Dienstag, 20. Juli 2010

Im Kurs sangen wir eine Werbung für ein Instektenvernichtungsmittel.

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Am Nachmittag schien wieder einmal brennend die Sonne und ich ging Fussball spielen. Es spielten viele Spanier mit, die aber eher unter sich passten. Ich spielte als Aussenverteidiger, rannte sehr viel und meist vergebens. Fussball spielen war noch nie mein Ding, macht aber trotzdem grossen Spass. Obwohl ich beim Beobachten der anderen Spieler manchmal vergessen habe, dass ich ja auch noch mitspiele.

“EVOLUTION” hiess der Film, den wir am Abend im Kino uns ansahen. Von Jennifers Mutter wurden wir dabei mit aktuellen Infos zum Spielstand FCZ : FCB versorgt. Sehr zur Freude Jennifers und Verwirrung über den Jubel gewann der FCB mit 3:2. Ansonsten war der Film sehr lustig und spannend. Morgen geht es (vielleicht) wieder in den Aquapark. Ich freue mich!

  • Peter M. 22 Juli 2010

    Heii Simon
    die werbig isch jo mega luschtig die han i nu nie gseh
    De uf dem fötteli känn i, de isch luschtig
    bis bald
    Peter

  • Markus R. 23 Juli 2010

    hey wünsch dir denn nu gueti heireis, bis morn, chasch ja de laptop mit näh wenn wilsch.
    nu vill spass
    lg markus

Zweite Woche

16 Juli 2010

Erster Tag

Am Montag wurde ich in eine neue Klasse zugeteilt, die einen um einiges strengeren Lehrer hat, als ich in der Vorwoche hatte. Ich mag an „Tani“, (eigentlich heisst er Jonathan) dass er sehr witzig ist und zu allem eine eigene Meinung hat. Seltsam ist nun, dass wir in der Hotel-Bar unterrichtet werden. Die Stühle (Sofas) sind die bequemsten die ich je hatte. Im Intensivkurs habe ich auch Tani als Lehrer. Dort schreiben wir eine kleine Zeitung: „La vache qui rit“. Wir interviewen Lehrer, schreiben Artikel, bearbeiten Bilder und erfinden Kreuzworträtsel. Macht Spass!

Die Nachmittagsaktivitäten sind in dieser Woche genial. Für den Montag habe ich Indoor-Klettern gewählt. Wir waren in einer kleinen Halle mit einer Kletterwand die den ganzen Raum ausfüllte. Es machte grossen Spass, dort herum zu klettern. Der Raum war nicht höher als 3m und am Boden waren 50cm dicke Matten, man konnte also getrost fallen. Dieser Raum war zum Muskelaufbau konzipiert, was ich nach einer Stunde in meinen Armen auch bemerkte.

Eine Rallye füllte das Abendprogramm. Alle Campmitglieder wurden in 10er Gruppen aufgeteilt und mussten einen Fragebogen über Leysin lösen und dabei Leysin erkunden gehen. Obwohl wir es im Gegensatz zu anderen Gruppen ruhig angingen und nicht wild herumrannten konnten wir alle Fragen in der vorgeschriebenen Zeit lösen und gewannen sogar noch den ersten Preis – Ein Maxi Pack Sugus.

Am Dienstag ging ich als Nachmittagsaktivität zum weiteren Muskelaufbau ins Fitnesscenter. Moderne, saubere Geräte waren zum Trainieren bereit und ich nutze sie rege. Leider habe ich meine richtigen Sporthosen in die Wäsche gegeben, sodass ich meine alten, etwas kleinen Hosen benutzen musste.

Aquapark

Auf den nächsten Tag freute ich mich besonders, da ich den Aquapark als Nachmittagsaktivität gewählt habe. Zuerst aber die obligatorische Mittwochsprüfung, die mir besser lief als die von letzter Woche. Und natürlich noch normaler Unterricht.

Nach einer Stunde mit dem Bus kamen wir in dem riesigen Aquapark an und bekamen Armbänder für die Schliessfächer. Der Aquapark ist sehr modern eingerichtet, die Schliessfächer lassen sich nur elektronisch öffnen. Die grösste Attraktion im Aquapark war die Looping-Rutsche. Man muss ein extra Armband kaufen, mindestens 14 Jahre und mindestens 45 Kilogramm sein, um auf diese Rutschbahn („chute“) zugelassen zu werden. Dafür kann man danach in eine kleine Kabine stehen, deren Boden auf einmal wegkippt. So vertikal nach unten rutschend beschleunigt man enorm und fährt gleich in den Looping hinein, die Fliehkräfte wirken enorm. Zum Schluss gibt es noch einige enge Kurven und ein Bremsbecken. Nach etwa 10s Fahrzeit und 15min Anstehen ist der Spass vorbei. Trotzdem extrem lohnenswert. Im Vergleich zum Aquapark ist das Alpamare Kinderkram. Nach weiterem wildem Hinunterfahren von Bahnen im Aquapark assen wir wie letzte Woche in einem Restaurant am Genfersee zu Abend und fuhren zurück ins Hotel.

  • Marc B. 19 Juli 2010

    heii simon..=)
    iwe hend d’spanier uf de WM-Sieg reagiert? xD
    ish sichr voll abgange^^
    shöni letshti wuche nd lern vill^^’

    lg marc

  • Karin 20 Juli 2010

    gratuliere zu dim sugus maxi pack! :P

    dicke schmatzer*

  • Marlis R. 21 Juli 2010

    Hallo Simon
    Lustig, deine Berichte.
    Ich freue mich aus Wochenende, wenn du wieder zu Hause bist.
    Wir werden dann den Geburtstag von Andreas feiern.
    Bis bald
    Marlis

  • Daniela R. 24 Juli 2010

    Hallo Simon
    Deine Bericht über Leysin sind sehr interessant und spannend.
    Ich freue mich auf die Geburtstagsfeier!
    Lg Daniela

  • Peter M. 24 Juli 2010

    heey
    gosch du nöchstmal au wieder? gids überhaubt en nöchschts mal?

Sonntag

11 Juli 2010

Heute bin ich ausversehen eine Stunde zu früh aufgestanden, da ich den Zettel mit den Zeiten für das Frühstück am Vorabend vergessen habe anzuschauen. Diese überflüssige Zeit widmete ich dem Surfen im Internet und dem Lesen meiner E-Mails, die sich mit der Zeit ziemlich angehäuft haben. Ich merke, dass ich unbewusst jeden Tag eine riesige Informationsflut zu bewältigen habe, die sich bei Inaktivität immer weiter auftürmt und mich bedrängt. Glücklicherweise bin ich den Ferien.

Um 11 Uhr fuhr endlich der Car nach Genf ab. Wir gingen (bei diesem schönen Wetter!) in ein Naturmuseum. Zwei Stunden Fahrt in ein etwas langweiliges Museum um dort zwei Stunden zu bleiben und zwei Stunden Rückfahrt. Hm.

Beim zurückkommen parkierte ein Feuerwehrauto vor dem Hotel. Alles, was ich in Erfahrung bringen konnte war, dass im 4. Stock intensiver Brandgeruch herrschte. Ich ging ein Glas Wasser trinken und die neuen Schüler begrüssen.

Jetzt läuft gerade das Final der WM, Spanien : Holland. Ich bin gespannt wie der Match ausgeht.

  • Markus R 22 Juli 2010

    Ich hasse dertig Museen die sind so langwilig. Gömmer lieber wieder mal is Verchershus in Luzärn :)

  • Anna U. 22 Juli 2010

    Hallo Simon
    Super Dini interessante Blogs und die tolle Bilder und Filmli! Es liest sich jo fascht wie en Krimi…..sehr anschaulich gschribe. Ich wünsche Dier en gueti Heimreis!
    Liebs Gruessli von de Anna

  • Anna U. 22 Juli 2010

    Hallo Simon
    Super Dini interessante Blogs und die tolle Bilder und Filmli! Es liest sich jo fascht wie en Krimi…..sehr anschaulich gschribe. Ich wünsche Dier en gueti Heimreis!
    Liebs Gruessli von de Anna

Rückblick

11 Juli 2010

Da ich in den letzten Tagen von massiven Internetverbindungsproblemen betroffen war, konnte ich leider den Blog nicht weiterführen, sodass ich hier nun die gesamte Woche “bloggen” werde.

Montag, 5. Juli 2010

Der erste Tag in der Schule in der Klasse “avance I” mit Antoine als Lehrer. Ich mochte von Anfang an seinen Kleidungsstil. Der Unterricht war zwar (na gut, Französisch war noch nie mein Lieblingsfach) zu Beginn etwas langweilig. Doch Antoine gestaltete den Unterricht sehr abwechslungsreich, mit vielen Spielen (z.B. Stadt, Land, Fluss oder Montagsmaler).  Anschliessend an den normalen Unterricht folge der “course intensif”. In diesem Kurs wird nicht primär die Grammatik behandelt, sondern eher auf die Ausdrucksweise geachtet. In 4er Gruppen mussten wir ein Ende zu einer Geschichte erfinden und danach vortragen. Ich freute mich auf das Mittagessen.

Jeden Nachmittag gibt es eine Aktivität, die man zu Beginn der Woche wählen muss. Ich wählte für den Montag “Ping-Pong”. Das Angebot an Nachmittagsaktivtäten ist gross, Alternativen wären Fitness, Tennis, Basketball, Eislaufen (!), Fussball und Street Hockey gewesen. Für jeden war was dabei.

Am Abend gab es eine kleine Veranstaltung, wir mussten Gruppen bilden und in diesen Gruppen einen möglichst hohen, stabilen und schönen Turm bauen. Ein sehr gutes Kennenlernspiel, es wurde viel gelacht und geredet. Unser Turm war eine sehr wackelige Angelegenheit, dafür war er der Höchste.

Dienstag, 6. Juli 2010

Der Tag begann ruhig und ich war etwas müde, als ich mit dem gesponserten ESL-Ordner in das Klassenzimmer lief. Um den Unterricht spannend zu machen, spielten wir „Hangman“ auf Französisch. Jemand denkt sich ein Wort aus und die anderen müssen es erraten, indem sie Buchstaben rufen, die eventuell darin vorkommen könnten. Wenn der Buchstabe nicht im Wort vorkommt wird der Hangman weitergezeichnet. Wenn der Hangman fertig ist, hat die ratende Gruppe verloren und der Wortausdenker gewonnen. In der Grammatik behandelten wir „Futur simple“ und „Conditionel“. Im Intensivkurs mussten wir unsere Geschichte weiterschreiben, die mittlerweile kuriose Vorkommnisse beinhaltete. So zum Beispiel wurde die Hauptfigur durch einen plötzlichen Angriff eines Vampirs getötet und durch einen Stein wiederbelebt. Kreativitätsfördernd!

Habe ich schon gesagt, dass im Camp sehr viele Spanier sind? Und dass Spanier ziemliche Sportskanonen sind? Aufgefallen ist mir dies in meiner Nachmittagsaktivität, beim Basketball spielen. Selten sieht man 15jährige, die wie Profis spielen. Einen perfekten Korb aus 7m Entfernung? Kein Problem für die Spanier. Leider mussten wir früh wieder ins Camp zurück, da der Campdirektor uns etwas zu sagen hatte. Ich habe nichts Gutes erwartet.

Ich sollte Recht behalten, zusammengepfercht im Kinosaal des Hotels erzählte uns Laurent dass in der Nacht von Montag auf den Dienstag in das Büro des Campleiters eingebrochen wurde und dort das von den Schülern deponierte Geld sowie das Bargeld der Lehrer gestohlen wurde. Leider hatten viele Schüler nicht nur Geld sondern auch ihren Pass, die ID oder das Flugticket in die Obhut der Schule gegeben. Diese wurden in demselben Safe aufbewahrt, den die Diebe mitgenommen haben. Ich war schockiert, Diskussionen füllten den Saal und es musste um Ruhe gebeten werden. „Das Geld ist kein Problem, wir haben alles im Computer gespeichert und es wird am Donnerstag wieder verfügbar sein. Die Pässe können mit Absprache der Botschaft durch ein Spezialpapier ersetzt und die Flugtickets können nochmals ausgedruckt werden.“ Also eigentlich alles kein Grund zur Panik, dennoch waren nun viele beunruhigt und der Diebstahl wurde zum Gesprächsthema Nummer 1. Uns wurde nur gesagt, dass fast die komplette Polizei daran arbeitet.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Der Mittwoch war ein wundervoller Tag, sonnig und heiss. Im morgendlichen Unterricht mussten wir eine kleine Zwischenprüfung schreiben, die zeigen sollte, was wir bis jetzt so alles gelernt haben. Die Prüfung lief nicht sehr gut, hatte ich doch für die letzte Aufgabe nur noch sehr wenig Zeit zur Verfügung. Im Intensivkurs spielten wir Taboo, ein Worterklärspiel. Man muss ein Wort erklären, darf aber dabei einige Begriffe nicht sagen. Dieses Spiel erfordert einen enormen Wortschatz im Französisch.

Auf den Nachmittag freute ich mich besonders: „Parc Aventure“, ein riesiger Seilpark. Mit Brandon, einem Schweizer, kletterte ich in die Höhe, von Baum zu Baum. Der Schwierigkeitsgrad war beliebig wählbar, von einer Babytour bis zu einer, die nur für über 16jährige gedacht war. Brandon und ich wählten nach der obligatorischen einfachen grünen Tour die grosse rote Tour, für die wir über eine Stunde benötigten. Ein gutes Gleichgewicht und Fitness ist vonnöten, um diesen Parkour, der einige Adrenalinschübe hervorruft, zu bewältigen. Als letztes wollten wir die blaue Tour machen, die etwas leichter war als die Rote. Leider war sie etwas länger als geplant, sodass wir vorzeitig hinuntersteigen mussten, um die anderen nicht warten zu lassen.

Anschliessend an den „Parc Aventure“ trafen wir uns mit den anderen aus dem Camp, die „Aqua Park“ und „Nager“ gewählt haben. Geschätzte 100 Leute sassen in einem Restaurant am Genfersee und assen Fleisch vom Grill, Salat und tranken Pepsi dazu.

Mittwochabend war der Fussballmatch der WM Deutschland : Spanien. Da viele aus dem Camp von Spanien sind, waren überall Spanien Flaggen zu sehen, die Vorfreude auf den Match war gross. Als Spanien Deutschland mit 1:0 besiegte, waren die Spanier nicht mehr zu halten. Bilder sagen mehr als tausend Worte, Videos mehr als Bilder. Hier das Video dazu:

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Donnerstag, 8. Juli 2010
Mein Morgenessen besteht aus 2 Scheiben Brot mit Butter und Konfitüre, Cornflakes, einem Capuccino und einem Orangensaft. Gestärkt ging ich in mein Klassenzimmer, wo mich meine Prüfung von gestern erwartete. Ich bin nicht sehr zufrieden mit dem Resultat, ich bekam eine 4.75. Danach repetierten wir Futur simple, vertieften Conditionnel und wir schauten einen Film, „Mission Cléopatra“. Natürlich auf Französisch. Glücklicherweise waren Untertitel vorhanden, sodass man gut mitkommen konnte. Am Nachmittag wollte ich eigentlich in einer Halle Klettern gehen, aber da diese Aktivität überbucht war, musste ich wieder Basketballspielen gehen. Dieses Mal waren noch mehr Spanier da und es war unmöglich, auch nur einen Punkt zu erlangen.

Für den Abend war eine Disco angesagt.

„Die Disco war sehr toll, cool, crazy. Es war sehr heiss in diesem Raum weil so viele gefeiert und getanzt haben!“ – Jennifer Graf

„Besonders bei Macarena und So What tanzten alle. Spätestens beim zweiten Durchgang konnten auch die nichtspanischen ESL-Schüler den Macarena-Tanz tanzen.“ – Andrea

Freitag, 9. Juli 2010

Der letzte Tag der ersten Woche mit Antoine. Er verteilte uns die Abschlussprüfungen und liess uns daran arbeiten. Wieder hatte ich zu wenig Zeit für die Prüfung, ich konnte die übersprungene erste Aufgabe nicht mehr lösen. Ansonsten war der Test anspruchsvoll, aber nicht zu schwierig. Zum Abschluss spielten wir noch ein Ratespiel. Auch im Intensivkurs spielten wir ein witziges Spiel, „Werwölfli“ wird es (so glaube ich) genannt.

Als Mittagessen wurde uns Pommes Frittes mit Chickennuggets und Ketchup offeriert, genau das Richtige für das Abenteuer danach: Dirty Scoot!

Beim Dirty Scoot mietet man sich ein Trottinett mit 30cm breiten Reifen, lädt es in die Seilbahn hinein, fährt damit den Berg hoch und rast damit über Stock und Stein hinab. Oben angekommen war ich sprachlos über die herrliche Aussicht und die Natur. Das erste Wegstück sollte sich als das schwierigste erweisen, es war gespickt mit vielen Schlaglöchern und Steinen. Glücklicherweise war das Trottinett mit breiten Reifen ausgestattet. Der Rest des Weges befand sich auf der Strasse. Gleich nach dem ersten Hinabfahren fuhren wir mit der Bahn noch ein zweites Mal hinauf und wählten eine schwierigere, interessantere Kiesstrecke. Meine Hände waren von dem andauernden Bremsen zu Ende nicht mehr zu gebrauchen doch es war eindeutig die beste Aktivität dieser Woche.

Es war ein sehr sportlicher Tag, sollte doch am Abend ein grosses Sportturnier stattfinden. Unser Team bestehend aus 14 Mitgliedern spielte Volleyball und Völkerball. Völkerball mit etwas kuriosen Regeln, sodass das Spiel nicht wirklich in Fluss kam. Volleyball hingegen machte Spass zu spielen.

Diese andauernden Appelle begannen zu nerven. Bei jedem noch so kleinen Treffpunkt werden alle 100 Schüler gebeten „Oui!“ zu rufen, wenn ihr Name aufgerufen wird. Dies dauert jeweils etwa 20 Minuten. Diese Apelle sind für eine Ordnung unentbehrlich, doch sie gehen auf den Geist. Zum Hotel mussten wir in 2er Pärchen zurücklaufen und es wurde peinlich darauf geachtet, dass ja niemand nur auch einen Schritt aus der Kolonne machte. Ich fühlte mich wie im Kindergarten.

Samstag, 10. Juli 2010

Abreisetag. Etwa 30 verliessen das Camp, darunter einige tolle Leute, wie mein Zimmergenosse Sian Visentini. Ansonsten hatten nur wenige eine Aktivität wie Shoppen nach Lausanne oder Alpine Coaster gewählt. Die meisten, so auch ich, blieben im Camp und konnten machen, was immer sie wollten. Ich war mit Hisham, meinem nun einzigen Zimmergenossen und ein paar anderen in Leysin herumgelaufen, unter anderem besuchten wir den Coop um uns für das Wochenende (WM-Finale!) einzudecken.

Am Abend war das Spiel um den dritten Platz, Uruguay gegen Deutschland. Da Spanien nicht spielte, war die Atmosphäre im Camp relativ ruhig und nur kleinere Torjubel waren zu beobachten. Deutschland besiegte Uruguay mit 3:2.

Morgen werden Hisham und ich vielleicht einen neuen Zimmergenossen bekommen. Ich bin gespannt, wer es sein wird.

  • Christian H. 21 Juli 2010

    Salut Simon
    Habe erfahren dass du schön französisch lernst.
    Habt ihr ein Französischbuch zum Lernen?
    Weiterhin noch viel Spass wünscht dir dein (Game)kollege Christian :)

Erster Einblick

6 Juli 2010

Die elend lange Fahrt nach Leysin mit dem ESL-Bus dauerte etwa 6 Stunden, beginnend von Luzern nach Zürich. Dort wartete meine Schwester um mich mit Cookies und einem Muffin aus dem Starbucks und einer CocaCola zu verpflegen. Leider war das Essen im Bus nicht erlaubt, was ich dann, brösmelnd , auch verstehen konnte. Der Bus setzte seine Schweizerrundreise fort, weiter nach Egerkingen, Aigle, Villeneuve und (endlich!) Leysin. Mit einem wundgesessenen Hintern und begrüsst durch einen kräftigen Regenguss stieg ich aus dem Bus und reihte mich in die Check-In Schlange ein. Der erste Eindruck des Hotels (4 Sterne!) war gut, wurden wir doch beim Anstehen mit Getränken und Snacks versorgt. Beim Einchecken bestand die Möglichkeit, Wertsachen wie Geld in die Obhut von ESL zu geben. Diese Möglichkeit nutze ich und war um einiges ärmer, doch um eine Quittung reicher. Ich teile mein Zimmer mit Hisham und Sian, Amerikaner und Italiener, beide sprechen Englisch. Überhaupt ist die Standardsprache im Camp Englisch, da Englisch jeder am besten versteht. Französisch muss man noch lernen. Deswegen bin ich ja hier, nicht?

Anne, (une professeur) führte mich im Camp herum und klärte geduldig meine Fragen, lobte meine Aussprache und half mir, meinen Koffer ins Zimmer zu schleppen. Nachdem wir geklärt haben, wem welches Bett gehört fiel ich auch schon müde ins Bett.

  • Linda H. 9 Juli 2010

    Hey hey simon
    also 1. sehr guet gschribe (lustig und sehr gnau erklärt)
    2. vell spass bim blogge :D
    3. vell spass in leysin
    greetings from the USA

  • Julia V. 13 Juli 2010

    heiih simi-jimi :D
    isch echd huere guet gschriebe–> spanned, lustig nd sehr detailrich^^
    mengisch hesch ah lustigs dütsch verwended xD
    nah vill spass
    lg julia

  • Markus R 21 Juli 2010

    Hey
    geniale Blog!!!
    Wenn ich das so ghöre, würd ich am liebschte au grad dett si!!
    Besti Blog überhaupt:)

  • Caro B. 21 Juli 2010

    heii…

    echt guet gmacht, kompliment!
    abr…. 3 wuuche am stuck müssti etzte nöd det dobe sii… >.<….2 hemmr glangt…
    no viel spass
    ganz liebe gruess caro

    ps: au an dr Hisham & Zächi xDD